Eine Opferrolle rückwärts: Rassismus in Deutschland 2017

Vorab zum Thema ein Link: Artikel über den Afro-Deutschen Harris

So. Ich hab gerade einen Thread verfolgt in dem ein paar Schwarze vehement behauptet haben, dass nur und auschließlich Weiße Rassisten sind. Nicht alle, aber einige Schwarze vertraten diese These. Und das mit Nachdruck. “Weiße sind Privilegierter und daher auch Rassisten.” Es gibt keine schwarzen Rassisten, wurde behauptet. Wenn Schwarze was gegen Weiße haben, dann ist das einfach nur “ein Ausnahme-Depp” aber noch lange kein Rassist.

Die Diskussion kam zustande, weil eine “weiße” Freundin von mir erzählt hat, und das auch nur nebenbei, dass damals bei ihr eine schwarze Freundin oder Verwandte ihres ebenfalls schwarzen Mannes meinte. “Warum heiratest Du denn eine Weiße!? Das ist doch nichts!” Sie ist damit sogar ziemlich gelassen umgegangen. Andere würden da sicher voll ausrasten. Aber verletzend war es schon. Ja.

Das wäre dann keine rassistische Haltung und sich hätte sich darüber gefälligst nicht zu beklagen. Ich wette, wenn denen das umgekehrt passiert wäre, wäre das ein Riesen-Thema. Riesen-Drama. Aber eine “priviligierte Weiße” darf nicht mal davon erzählen. Weil man es ja eh achso leicht hat als Deutscher in Deutschland. Während in Deutschland die Armut steigt und die Obdachlosenzahlen. Leute 40 Stunden arbeiten und grad mal 1000 Euro im Monat übrig bleibt. Das bekommen sie aber gar nicht mit.

Meine Freundin dann: “Ich klage gar nicht, ich erwähne es nur. Ich bin davon unabhängig eh der Ansicht, dass Rassismus Unsinn ist, weil man sich auf der seelischen Ebene begegnen sollte”

So wie spirituelle Menschen das eben sehen.

Aber ich finde es, sag ich noch einmal, ungeheuerlich, dass eine weiße Frau nicht mal auch nur erwähnen soll, dass sie Ablehnung fürs Weiß-sein erfahren hat. Das ist auch Rassismus.

Zudem muss man ehrlich sagen, dass es auch weiße Sklaven gab. Und wer sich für Geschichte interessiert, der weiß das auch. Und springt jetzt nicht auf und plärrt: Waaaas, das kann doch gar nicht sein!

Europäische Sklaven im Zuge Osmanischen Reich und Barbary Slave Trade der Barbareskenstaaten der schwarzen nordafrikanischen Mauren und ihrer arabisch-schwarzen Abkömmlinge, deren Kalifen sogar bis Indien christliche hinduistische und buddhistische Sklaven hatten…. Und es gibt sogar Schwarze Intellektuellle und Historiker, die das zugeben. Das kann man ja überall in einschlägigen Geschichtswerken an Hochschulbibliotheken und sogar im Netz nachlesen. Also haben einst weiße Europäer selbst durchaus auch Erfahrungen als Sklaven gemacht, in ihrer Geschichte. Nicht nur Schwarze. Rassismus gibt es in jeder Rasse. Und selbst die Moors aka Mohren hatten – auch als Schwarze – Sklaven.

Fotogalerie – zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

Nach unzählen Überfallen (vergessen wir zudem nicht die gewaltsame Eroberung und Islamisierung Spaniens 700 nach Chr. durch Araber und Afrikaner, die v.A. Christen und Spanier versklavten). Irgendwann haben u.A. die Franzosen dann gesagt: Es reicht! So kamen sie in der Absicht diesen Überfallen ein Ende zu bereiten nach Nordafrika. Nun haben sie den Kampf diesmal gewonnen und so spricht man dort heute noch französisch. Bei der Kolonialisierung einer afrikanischer Staaten gibt es durchaus auch eine Vorgeschichte, wie man sieht.

Sucht mal auf Google und zwar in seriösen Quellen und Geschichtsbüchern, Hochschulkatalogen. Wikipedia (Links am Ende des Artikels)  gibt da allerhand Auskunft zur Geschichte der Arabischen/Muslimischen Sklavenhandels mit weißen, besonders weißen Frauen, dazu Quellenangaben.

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Niederländerinnen, Slawinnen, Isländerinnen usw. usw. Und auch einige Muslime können das zugeben: Ja, wir waren und sind mitunter Rassisten. Warum nicht zugeben? Warum nur mit den Finger auf andere zeigen? Warum nicht allgemein sagen: Es gibt Rassismus. Lass uns gemeinsam damit aufhören!

Ich kann ja auch, als Perser zugebem dass meine Leute rassistisch sein können. Und ich kann auch zugeben, dass einige Muslime mit der Stirn runzeln, oder sogar weitaus mehr, wenn ihre Schwestern mit Deutschen

m7ausgehen. Das ist nun mal so. Und das wird sich auch nicht ändern, wenn wir das totschweigen.

Also, ich nenne ja keine Namen. Aber wenn jetzt hier eine in Luxus lebende Diva meint, dass Deutsche Rassisten sind und Weiße sowieso, dann muss ich mich echt aufregen.

Ich würde ja nicht sagen, wenn sie als Spülerin 8,50 die Stunde bekäme, wie viele Deutsche übrigens auch, selbst in qualifizierteren Jobs und dann noch angeschrien würde, wie viele Deutsche übrigens auch, und dann auch noch heimlich noch weniger bekäme, wie viele Deutsche übrigens auch. Nee, da stellt sich eine Schwarze, in Deutschland lebende, Millionärin als diskriminiertes Rassismusopfer hin und verbietet einer Deutschen auch nur in einem Nebensatz zu erwähnen, dass sie mal was Unangenehmes mit Schwarzen erlebt hat. Während diese weiße  Frau sich auch noch als Menschenrechtsaktivistin für Schwarze aktiv einsetzt mit ihrem Mann. Das regt mich auf.

Wenn ich ihr dann Geschichte-Nachhilfe gebe darin, dass Europa durchaus eine Geschichte mit Sklaverei hat, und es durchaus weiße Sklaven gab, dann löscht sie die Kommentare auch noch! Zensur… würde man ihren Kommentar löschen, was anderes würde das sein als PURER RASSISMUS. 

Ich kann dazu stehen, dass meine Landsleute superrassistisch sein können. Dass viele Iraner sogar,wie Palästinenser übrigens auch, den Holocaust leugnen. Ja, das wirft kein gutes Licht auf meine Nation, aber hey, stehen wir doch dazu. Warum immer nur auf andere zeigen? Deutschland steht auch  zu dem was Hitler getan hat. Hier ist es nämlich, im Gegensatz zu Iran und Palästina per Gesetz verboten den Holocaust zu verleugnen! Hier stellt man sich dem!  Auch Muslime haben Hitler unterstützt. Ja, peinlich. Aber gebt es zu!

Ich bin Perser – Süper (Südperser, im Unterschied zu Nafri – Nordafrikaner). Als Iraner muss ich sagen: Deutschland hat mir das Leben gerettet, meinen Eltern. Im Iran gibt’s die Todesstrafe für Apostasie. Ich kann mich nicht beschweren. Ich kann aber auch den ganzen Tag gucken, was alles schlecht ist und mich darauf konzentrieren. Dann finde ich sicher was, worüber ich nachsinnen kann und warum ich immer anderen die Schuld für meine Unzufriedenheit mit meinem Leben geben geben kann.

Das ist nämlich das Problem: Wenn ich selbst immer dafür sorge, dass ich in der öffentlichen Wahrnehmung und meiner Umgebung nicht nur das Opfer war sondern bleibe und partout nichts daran ändern möchte, keine Hilfe wirklich annehme, dann hab ich die Möglichkeit  anderen damit immer wieder und wieder Schuldgefühle einzureden, an ihr Mitleid zu appelieren und sie manipulieren. Jeder kann mal Opfer sein, aber man kann auch wieder aufstehen, heilen.  Man kann auch sehen, dass nicht alle so sind und wen man in Zukunft besser  schlicht und einfach aus dem Weg geht. Das kann man.

Ich kann mich auch als “Opfer 4 life” hinstellen, weil 1,2 Nazi-Opas zu mir sagen, ich soll mich in den Iran verpissen. Wenn mir wirklich 5 Nazis in die Fresse hauen wollen gibts dennoch für jeden von denen 5000 und mehr  Menschen, die mir Gutes tun, helfen oder mich einfach in Ruhe mein Ding machen lassen. Auch die, die mir und unserer Gesellschaft Gutes tun, wenn ich ihnen gar nicht persönlich begegne. Weil sie aufklären, aktiv sind, Gemeinschaften gründen, kreative Konzepte verwirklichen, konstruktiv sind, Einfälle haben, Musik machen, all sowas. Die kann ich doch nicht übersehen!

Die 5 Idioten sind Ausnahmen. Das ist nicht die Mehrheit. Und die Trottel kann ich aber sowieso nicht ändern. Die wirds immer geben solange sich auch in deren Familien nichts ändert. Aber die Guten gibts auch: Die Aufklärer, Verständnisvollen, Supporter, Helfer, Freunde – die bei denen das Thema Hautfarbe und Herrkunft nie eine Rolle spielte solange man einfach ein guter Typ ist. Und die Nervensägen, die ich irgendwie blöd finde oder sie mich, die mir aber egal sind. Die vergesse ich, wenn ich bei meinen Freunden bin.

Wer nicht weiß, was in seinem Leben in Deutschland alles besser ist als im Rest der Welt, der soll mir schreiben, ich sag es ihm! Die Liste kann er sich dann jeden Tag beim Zähneputzen durchlesen und vielleicht mal die Welt anders sehen.  Ich kann durch die Straßen gehen und überall nur die Hundescheiße sehen. Oder überall die Blumenkästen.

Und ich kenne auch viele Schwarze, die sagen, in Amerika ist es beschissen, die Polizei, die privaten Gefängnisse usw. Und das glaube ich ihnen sogar. Ich zweifle nicht an, dass es beschissen ist in USA Schwarzer zu sein, wenn man nicht Kanye West oder Will Smith ist…

Und in Amerika passierte das alles trotz schwarzem Präsidenten, der das offenbar auch nicht ändern konnte. Aber hier ist es anders. Und es wird sicher nicht besser, wenn man hier herkommt und als erstes wieder an allem rummeckert. Alles selektiert. Sich über die Mohrenstraße aufregt ohne zu wissen, wer die Mohren/Mauren/Moors eigentlich ware: Afrikanische Herrenmenschen und Herrschertypen. Alpha-Schwarze, die Eroberer waren, Könige und Kalifen.

Ich kenne einen, der vom KKK fast umgebracht wurde. Sieht er nun alle Weißen als KKK Leute an? Nein, tut er nicht.  Das war traumatisch,  das steckt man nicht cool weg und geht einfach so wieder zum Alltag über, keiner erwartet das. Aber es gibt Aussicht auf Heilung. Manche sind relisienter, andere weniger.   Er wird den KKK nicht abschaffen, aber er statt dessen  kann selbst jemand sein, der FÜR das Verbindende, FÜR das Gemeinsame, FÜR das Gute, FÜR die Aufklärung eintritt.  Und wenn er das auf eine positive Weise kommuniziert, wird er auch Unterstützung finden. Das ist einfach ein Naturgesetz. Das weiß jeder, der es mal probiert hat.

Es gibt Leute, die haben einmal ein schlechtes Erlebnis mit dem anderen Geschlecht gemacht und hassen fortan dafür alle (!) Männer oder Frauen. Und dann versuchen Sie ihren Hass auf andere zu übertragen. Es reicht dann nicht, wenn sie selbst Frauenverächter sind, nee, die Kumpels sollen es auch sein. Nein, Mann! Man muss sich da abgrenzen.

Kapiert doch mal den Unterschied: Wisst Ihr, wie  beschissen und sogar tötlich sein kann, im Iran Christ oder Atheist zu sein und jemand sich einbildet, man hätte sich blashemisch verhalten?  Oder den Islam zu verlassen und man dann verdächtigt wird, im Zuge dessen die Religion schlecht darzustellen?  Den Propheten kritisiert zu haben? Es gibt zudem Strafen wie Blendung, Steinigung, Amputation usw. All das! Also, was bitte hab ich an Deutschland zu meckern? Hasse  ich nun den Iran? Sollt Ihr ihn hassen? Nein! Ich hasse auch den Iran nicht, aber ich gehe da nicht mehr hin. Die Erkenntnis aus solchen Infos sollte nicht sein: Scheiß Iran – sondern Danke Deutschland! Mal erleichtert sein, happy. Und ich bin dankbar, jeden Tag, hier sein zu dürfen!

Ich kann nicht hier leben und nur meckern und anklagen. Ich kann auch sagen: “Hey, es gibt noch Baustellen! Wollen wir sie zusammen ändern?” Vorschläge bringen! Angebote machen! Ideen liefern! Andere zum Mitmachen animieren! Freude verbreiten!

Wer hier meint diskriminiert zu werden, der soll mal nach Saudi, in den Iran usw. gehen. Da wird er aber heilfroh sein, wenn er wieder hierher darf. Ich kenne jede Menge schwarze Flüchtlinge, die aus Scheiß-Ländern kommen und heilfroh sind hier zu sein. Ja, es gibt Rassismus. Aber zu behaupten, dass Deutschland ein rassistisches Apartheids – Land ist, ist wirklich Schwachsinn hoch zehn! Und den Schuh sollte man sich auch nicht anziehen! Darum ich schreibe ich das hier. Weil ich das unfair finde.

In Berlin können viele überhaupt erst Kunst und Musik machen, wie sie wollen. Das konnten sie da, wo sie her kamen nicht. Warum kommen sie dann her, wenn hier alles so beschissen ist?

Manchmal gibt’s auch Typen, die bauen scheiße und sind einfach als Person unangenehm und wenn sie dann Kritik erfahren heisst es: “Nur, weil ich Muslim bin. Nur, weil ich Schwarzer bin! Nur, weil ich Iraner bin” usw. usw. usw.

Das ist nicht immer der Grund warum man mal einen Job nicht bekommt oder mal Kritik erfährt oder mal eine/r nicht mit einem ausgehen will. Wenn meine Schwester zu einem der Dealer am Görli sagt: “Nee, ich will nicht mit Dir ausgehen” dann nennen die sie auch Rassistin. Aber wie will eben keinen Dealer. Und vielleicht gibt’s einfach keine seelische Verbindung. Vielleicht heiratet sie irgendwann auch einen Schwarzen. Aber dann, wenn sie einen Seelenverwandten gefunden hat und nicht wenn sie den Eindruck hat, das passt nicht. Mit Ablehnug muss man auch lernen cool umzugehen.

Ich war auch mal in ein deutsches Mädchen verknallt, dass nichts von mir wollte. Hätte ich mir auch einbilden können “Diese Rassistin”, hab ich aber nicht. Ich war halt nicht ihr Typ. Zum Glück, sonst hätte ich meine jetzige Freundin nicht.

PS. Und noch eins: Man muss auch eine gewisse Skepsis gegenüber dem Islam nicht immer gleich als Rassismus stilisieren. Es gibt Leute, die mögen die Bücher nicht, haben aber nichts gegen Kulturmuslime – bekommen aber dennoch ständig die Rassismus-Keule zu hören. Meine Oma ist auch Muslimin. Sie ist natürlich keine Terroristin. Sie ist auch keine Jihadistin. Sie kennt die Kapitel über den Jihad in der Sunnah nicht mal – nie gelesen. Sie kann nämlich gar nicht lesen.

Wenn heute aufgeklärte Europäer skeptisch sind, und nicht mal “ängstlich”, dann weil sie in ihrer Geschichte keine guten Erfahrungen mit Muslimen gemacht haben. Sie bemühen sich, das Gute zu sehen, sie hoffen, die Zeiten haben sich geändert, aber die Skepsis bleibt. Das ist keine “Phobie”, sondern “Das gebrannte Kind scheut das Feuer”

Muslime sollten zudem in ihren eigenen Ländern erst mal beweisen, dass sie modern, liberal, tolerant und aufgeklärt sind. Und da sie das bisher nicht tun – siehe Iran und Saudi Arabien usw. usw. ist auch weiter bestehende Skepsis nicht krank sondern nachvollziehbar und gesund! Amen!

Danke an Freunde fürs Lektorieren!

Links und Quellen – mit Beiträgen von Menschen, die den Rassismus in ihrer eigenen Kultur zugeben! Nur, wenn man dazu mal steht, kann man das auch überwinden!

Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Barbareskenstaat

https://en.wikipedia.org/wiki/Barbary_slave_trade

https://en.wikipedia.org/wiki/Slavery_in_the_Ottoman_Empire

https://en.wikipedia.org/wiki/Arab_slave_trade

https://en.wikipedia.org/wiki/Almohad_Caliphate

Sonstiges:

http://www.africaresource.com/rasta/sesostris-the-great-the-egyptian-hercules/black-kings-of-morocco/

http://www.africaresource.com/rasta/sesostris-the-great-the-egyptian-hercules/the-muurs-who-were-kings-of-east-india-17th-century-indian-sub-continent/

http://www.huffingtonpost.com/rebecca-tinsley/arab-racism_b_951422.html

Es gibt einige Videos, in denen sich Schwarze ganz übel über Weiße auslassen (genau wie umgekehrt) – und die wüstesten Theorien absondern, warum ein schwarzer Mann eine Weiße “datet” oder was weiße Frauen angeblich von den Schwarzen wollen. Und warum das nicht sein soll. Genau wie Muhammed Ali sich “Rassenreinheit” für Schwarze gewünscht hat, wie man auch in diesem nach wie vor gefeierten  Video sieht. Aber schauen wir mal nach jenem sozialen Experiment in die Vergangenheit:








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